Homematic OLED Statusanzeige Test

Aufbau, Design und sonstige Features …

Bevor wir den Homematic Statusanzeigen Bausatz verwenden können, müssen wir noch einige Bauteile fertig löten und zusammenbauen. Wie man lötet, haben wir in zahlreichen Lötanleitungen auf OCinside.de erklärt.

Bei diesem Homematic OLED Display Bausatz wird ungefähr genauso viel gelötet, wie bei dem zuvor getesteten Homematic E-Paper Display Bausatz. Es wird also nicht einfach nur zusammengesteckt, wie bei dem Homematic CCU2 Zentralen Bausatz. Wie man dabei genau vorgeht, wird in der beiliegenden Homematic Bauanleitung ausführlich beschrieben.

Da es sich hierbei um ein Batterie betriebenes Gerät handelt und der Aufbau mit ein paar Grundkenntnissen im Löten problemlos möglich ist, erspart dieser Bausatz dafür einiges an Geld. Allerdings kann es natürlich passieren, dass der Hersteller bzw. ELV die Garantie ablehnt, wenn etwas nicht richtig gelötet wurde. Wir hatten erst kürzlich einen Fall, wo die Reparatur zunächst anhand von angeblich eindeutigen Blinksignalen der LED abgelehnt wurde und das obwohl der Bausatz zweifelsfrei richtig gelötet wurde und einige Zeit in Betrieb war. Letztendlich hat man dann aber doch eingelenkt. Wir werden in dem entsprechenden Bausatz Test (Temperaturdifferenzsensor Bausatz) noch einmal genauer auf die Problematik und die Abwicklung eingehen. Denn unsere RMA Erfahrungen sollen auch anderen Lesern weiterhelfen.

Alles in allem benötigt man für den Bau des ersten OLED Statusanzeige Bausatzes ca. 30 Minuten und nach ein paar Bausätzen geht es natürlich noch deutlich schneller – Übung macht den Meister!

Hier sieht man die Platine mitsamt der angelöteten Batteriekontakte.

Und so sieht die fertig gelötete Platine mit dem angelöteten 868,3 MHz Funkmodul aus.

Jetzt noch den Rahmen mittels Doppelseitigem Klebeband auf die Display Controller Platine aufkleben, dann das OLED Display Modul auf den Rahmen aufkleben …

… und nun das OLED Display mittels Folienleiter anschließen.

Dann noch in das mitgelieferte Gehäuse einsetzen und das war es auch schon. Sobald man die beiden AAA Batterien eingesetzt hat, geht es auch schon los: Das Homematic OLED Display meldet sich unmittelbar mit einer Statusanzeige.

Danach zeigt es an, dass es noch nicht an eine Zentrale angelernt wurde.

Die Montage der OLED Statusanzeige ist übrigens sehr vielfältig, denn man kann es entweder auf eine UP Dose montieren oder man montiert das Display Aufputz oder man montiert es in einem optional erhältlichen ELV Homematic IP Tischaufsteller für batterieversorgte Geräte im 55er-Format (141742). Zur Wandmontage schraubt man einfach die mitgelieferte Halteplatte an die Wand und steckt das Display mitsamt Rahmen darauf. Der mitgelieferte 1-Fach Rahmen sieht allerdings nicht ganz so schön aus, wie ein ST55 Gira Rahmen. Aus diesem Grund haben wir einen Girarahmen bzw. einen 2-Fach Gira Rahmen rein-weiss glänzend verwendet und das OLED Display unter einen Homematic Dimmer Lichtschalter montiert. Selbst ganz ohne Geräteschrauben hält die Statusanzeige wunderbar in dem Rahmen. Selbstverständlich kann man das Display auch in gängige 55er Rahmen anderer Hersteller wie z.B. Busch-Jaeger, Gira, Merten, Berker, Jung, düwi und Kopp integrieren.

Optional ist mittlerweile sogar noch ein ELV Homematic IP Netzteil für Markenschalter HmIP-BPS Komplettbausatz erhältlich (143484), womit das Smarthome Display über eine UP Dose mit Strom versorgt werden kann und die beiden Micro Batterien entfallen.

Das wollten wir natürlich gleich testen und haben uns ein Homematic Netzteil für Markenschalter als Fertiggerät bestellt. Die Funktionsweise ist einfach aber genial, denn das Homematic Netzteil verfügt über vier Kontakte mit insgesamt 3 Volt Versorgungsspannung, die in Form von zwei Micro Batterien einfach in die Rückseite der Homematic Statusanzeige gedrückt werden.

Das Homematic Netzteil an sich benötigt als Stromversorgung lediglich den 230 Volt Außenleiter und Nullleiter mit einem Querschnitt von 0,75 bis 1,5 mm² (sowohl als fexible Leitung ohne Aderendhülse oder starre Leitung) und wird in einer handelsüblichen Unterputzdose mit einer Tiefe von mindestens 31 mm montiert. Alle wichtigen Informationen wurden vorbildlich auf der Rückseite vermerkt. Die Installation darf natürlich trotzdem nur von Fachkräften, wie beispielsweise einem Elektroinstallateur durchgeführt werden.

Der Aufbau des Schaltnetzteils ist dabei relativ simpel gehalten und der Stromverbrauch im Ruhezustand liegt bei gerade mal 0,12 Watt. Die maximale Leistungsaufnahme liegt bei 1,1 Watt und die maximale Ausgangsleistung der 3 Volt liegen bei 200 mA.

So sieht das fertig installierte und mit Gira 2fach Rahmen versehene Homematic IP Netzteil aus.

Und so sieht die fertige OLED Statusanzeige beispielsweise in einem Gira 021229 2fach Rahmen reinweiß glänzend aus. Oben ist ein Homematic Dimmer zu sehen und unten haben wir die Homematic Statusanzeige integriert, mit der man sogar die Rollladen ansteuern kann.

In unserem Beispiel werden darüber mit einem langen Tastendruck nach oben alle Rollladen hochgefahren bzw. mit einem langen Tastendruck nach unten alle Rolläden runtergefahren und in der Mitte kann man mit einem kurzen Druck nach unten ablesen, ob alle Rollladen unten sind bzw. mit einem kurzen Druck nach oben ablesen, ob alle Fenster und Türen geschlossen sind sowie welches noch offen gelassen wurde. Man könnte natürlich auch beides kombinieren und noch andere Daten ausgeben.

Kommen wir nun zu der Einrichtung der OLED Statusanzeige und dem Test der eQ-3 OLED Statusanzeige in der Praxis.

Homematic OLED Statusanzeige Praxistest …