Shelly Flood Gen4 Test

Praxistest …

Einrichtung …

Die Einrichtung des Flood Gen4 geht schnell. Batterien einlegen, Sensorkabel anstecken, Shelly App öffnen – das Gerät wird per Bluetooth erkannt …

… und man wird durch die Einrichtung geführt. Je nach gewünschtem Verbindungstyp (WiFi, Zigbee oder Matter) unterscheiden sich die nächsten Schritte leicht.

Für die WiFi-Variante gibt man die Zugangsdaten des heimischen WLANs ein, das Gerät verbindet sich und ist ab sofort in der Shelly App sichtbar. Wer das Gerät per Matter einbinden möchte, scannt einfach den aufgedruckten QR-Code mit der App des jeweiligen Smart-Home-Systems – fertig. Das hat im Test mit Apple Home reibungslos funktioniert und war in weniger als einer Minute erledigt.

Nach der Einrichtung legt man in der App oder der Web-Oberfläche den gewünschten Alarmmodus fest und kann optional Benachrichtigungen per E-Mail und Push-Mitteilung konfigurieren.

Wassererkennung im Test …

Echte Überschwemmungen lassen sich für einen Test nicht herbeizaubern, daher haben wir das Sensorkabel in eine flache Wasserlache gelegt. Das Ergebnis war eindeutig: Der Alarm ertönte blitzschnell nach dem ersten Kontakt mit dem Wasser. Das Gerät piept laut und vernehmlich – so laut, dass man es aus dem Nachbarzimmer problemlos hört. Gleichzeitig kommt die Push-Benachrichtigung auf dem Smartphone innerhalb von Sekunden an.

Wer den akustischen Alarm nicht möchte – etwa weil das Gerät im Büro oder in einem ruhigen Bereich installiert ist – kann ihn in den Einstellungen deaktivieren. Die App- und E-Mail-Benachrichtigung funktioniert davon unabhängig weiter.

Sensorkabel verlegen …

Das 2-Meter-Kabel ist das eigentliche Herzstück des Sensors und verdient einen genaueren Blick. Im Test war es tatsächlich etwas steif und ließ sich nicht ganz so einfach in engen Winkeln verlegen wie erhofft. Kabelbinder oder Kabelclips – die leider nicht beiliegen – helfen hier. Für die meisten Einsatzfälle unter Waschmaschine, Spülmaschine oder Heizkörper reichen die 2 Meter gut aus.

Automatisierungen …

Wie von Shelly gewohnt, lassen sich auf Basis der Wassererkennung Szenen und Automatisierungen anlegen. Ein naheliegendes Beispiel: Wird Wasser erkannt, soll ein Shelly-gesteuertes Magnetventil den Hauptwasserhahn schließen. Oder: Der Lüfter im Keller läuft an, sobald der Flood im Regenmodus anschlägt.

Besonders praktisch ist die Möglichkeit, den Regenmodus als Auslöser zu nutzen, ohne dass dabei ein Alarm ausgelöst wird. So kann man z.B. die Terrassenmarkise automatisch einfahren, wenn es zu regnen beginnt – ganz ohne den Lärm des Alarmsignals.

Vergleich zum Vorgänger …

Wer den vorigen Shelly Flood kennt, wird schnell die Unterschiede bemerken. Die wichtigsten auf einen Blick:
Batterien: Früher eine CR123A (nicht im Lieferumfang, Sonderformat) – jetzt vier handelsübliche AA-Zellen, die beiliegen. Laufzeit von ca. 18 Monaten steigt auf ca. 2 Jahre.
Sensorkabel: Früher war der Sensor direkt im Geräteboden integriert – jetzt gibt es ein flexibles 2-Meter-Kabel, das entlang seiner gesamten Länge Wasser erkennt und bis auf 150m erweiterbar ist.
Konnektivität: Früher nur WiFi – jetzt zusätzlich Zigbee und Matter.
Alarmmodi: Früher ein einziger Modus – jetzt drei Intensitätsstufen plus Regenmodus.
Größe: Der Sensor ist deutlich gewachsen, was dem neuen Sensorkabel-Konzept und den größeren Batterien geschuldet ist.

Das Konzept hat sich also grundlegend gewandelt: Während der alte Flood ein kleines Scheibchen war, das man direkt auf den Boden legte und deshalb auch wasserdicht sein musste, ist der Gen4 eine Basiseinheit, die man montiert und von der das Kabel zum eigentlichen Gefahrenbereich führt.