Aufbau, Design und sonstige Features …
Im Vergleich zum alten Shelly Flood oder dem aktuellen Shelly Flood S Gen4 – einem kompakten, runden Scheibchen mit 70mm Durchmesser – ist der Gen4 deutlich gewachsen.

Mit seinen Maßen von 97x76x25mm ist er nun ein flacher, rechteckiger Kasten, der eher einer kleinen Fernbedienung ähnelt. Der Grund: Vier AA-Batterien brauchen einfach etwas mehr Platz als eine einzelne CR123A. Den Tausch geht man aber gerne ein, denn AA-Batterien (oder auch AA-Akkus) bekommt man überall und das Platzproblem hält sich meist auch in Grenzen.

Das Gehäuse ist aus weißem Kunststoff gefertigt und macht einen soliden Eindruck. An der Unterseite befinden sich die Anschlüsse für das Sensorkabel sowie eine Öffnung für den Reset-Taster. An der Oberseite befindet sich eine Status-LED. An der Rückseite gibt es Bohrungen und Kerben für die Wandmontage, alternativ lässt sich das Gerät mit dem beiliegenden Klebepad befestigen.

Das eigentliche Herzstück ist das beiliegende Sensorkabel. Dieses 2 Meter lange Kabel wird mit dem Gerät verbunden und am Boden verlegt – dort wo Wasser als erstes auftritt, etwa unter der Waschmaschine, hinter dem Kühlschrank oder im Keller. Das Besondere: Das Kabel erkennt Wasser entlang seiner gesamten Länge, nicht nur an der Spitze. Und falls 2 Meter nicht reichen, lassen sich kompatible Verlängerungskabel bis auf insgesamt 150 Meter aneinanderreihen – sinnvoll etwa für größere Kellerräume oder lange Maschinenreihen.

Drei Alarmstufen und Regenmodus …
Eine der interessantesten neuen Funktionen sind die konfigurierbaren Alarmmodi. Der Nutzer wählt zwischen drei Intensitätsstufen:
– Intensiv: Sofortiger und lauter Alarm schon bei kleinsten Wassermengen – ideal für kritische Stellen wie Heizungsraum oder Keller.
– Normal: Der Standardmodus, der zuverlässig anspricht ohne bei jeder Luftfeuchtigkeit zu reagieren.
– Sparsam: Reagiert nur auf deutlichere Wassermengen, schont dafür die Batterie.
Dazu kommt ein separater Regenmodus, der nicht als Alarm gedacht ist, sondern als Auslöser für Automatisierungen. Wer eine Markise, Rollläden oder eine Gartensteuerung hat, kann den Flood Gen4 draußen unter dem Dachüberstand montieren und bei Regen automatisch reagieren lassen – ganz ohne manuelles Eingreifen.
WiFi, Zigbee und Matter – echte Multiprotokoll-Unterstützung …
Das ist die wohl größte Neuerung gegenüber dem Vorgänger: Der Gen4 basiert auf dem ESP32-C6 Chip und unterstützt neben WiFi jetzt auch Zigbee und ist Matter-zertifiziert. Damit lässt er sich in praktisch jede bestehende Smart-Home-Umgebung einbinden – egal ob Shelly-eigenes Ökosystem, Apple Home, Google Home, Home Assistant oder ioBroker.
Wichtig dabei: Zigbee und Matter können nicht gleichzeitig aktiv sein – man wählt beim Einrichten einmalig den gewünschten Verbindungsweg. Wer das Gerät per WiFi betreibt, kann zusätzlich Matter über WiFi nutzen. Matter over Thread ist hingegen noch nicht verfügbar.
Shelly Flood Gen4 Praxistest …